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Landratsamt Dillingen  |  E-Mail: poststelle@landratsamt.dillingen.de  |  Online: http://www.landkreis-dillingen.de

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Landratsamt Dillingen a.d.Donau

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Letzte Änderung:
28.04.2017
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Bund stellt jährlich 300 Millionen Euro im Rahmen des Arbeitsmarktprogramms "Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen" bereit

Mit dem Bundesintegrationsgesetz vom 06.08.2016 wurde auch das bis 31.12.2020 befristete Arbeitsmarktprogramm „Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen“ (FIM) in Kraft gesetzt. Für dieses Arbeitsmarktprogramm werden vom Bund jährlich 300 Mio. € für die Schaffung von gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber und Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Die Verteilung der Mittel auf die Bundesländer erfolgt, entsprechend dem Verteilungsmodus für Asylbewerber, nach dem Königsteiner Schlüssel. Die bayernweite Verteilung richtet sich ebenfalls nach dem in der DVAsyl normierten Verteilungsschlüssel für Asylbewerber. Hiernach entfallen auf Schwaben 14,4% der Mittel und hiervon 5,1 % auf den Landkreis Dillingen, sodass für diesen insgesamt 91 Plätze zur Verfügung stehen.

 

Das Arbeitsmarktprogramm FIM richtet sich, wie Landrat Leo Schrell betont, nicht nur an die Städte und Gemeinden, sondern auch an Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Berufsbildungswerke, Berufsfortbildungszentren, Volkshochschulen und sonstige gemeinnützige Organisationen vor Ort. In diesem weitgefächerten Bereich ergeben sich, so der Landrat, vielfältige Möglichkeiten für eine gemeinnützige Beschäftigung von Asylbewerbern und Flüchtlingen. Die Arbeitsgelegenheiten sind, wie der Landrat hervorhebt, der erste Schritt für eine Integration am Arbeitsmarkt und eröffnen gleichzeitig die Möglichkeit, Asylbewerber, die bisher noch keine Tagesstruktur haben, in eine solche einzubinden. Jeder geschaffene Platz könne, so Schrell, einen wichtigen Beitrag zur Integration und zur gesellschaftlichen Akzeptanz der hier im Landkreis lebenden Asylbewerber und Flüchtlinge leisten. Alle vorstehend genannten Institutionen sollten daher prüfen, ob in ihrem Bereich eine Arbeitsgelegenheit für diese Personengruppe geschaffen werden kann.

 

Auf folgende Punkte bei der Abwicklung von FIM weist der Landrat besonders hin:

 

  • eine FIM ist für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten mit max. 30 Wochenstunden möglich

     

  • die vom Maßnahmeträger auszuzahlende Mehraufwandsentschädigung beträgt 0,80 €/Stunde und wird von der Arbeitsagentur erstattet

 

  • die Mehraufwandsentschädigung gilt nicht als Einkommen, sodass keine Anrechnung auf die Leistungen nach dem AsylbLG erfolgt

 

  • es ist ein Vertrag zwischen der Arbeitsagentur und dem Maßnahmeträger zu schließen

 

  • vom Maßnahmeträger müssen die Fähigkeiten und Kenntnisse des Asylbewerbers erfasst werden

 

  • der Maßnahmeträger erhält für seinen Verwaltungsaufwand einen Betrag von 250 €/Platz/Monat

 

  • eine FIM ist über das Landratsamt bei der Arbeitsagentur zu beantragen

 

  • über die Genehmigung einer FIM entscheidet die Arbeitsagentur im Benehmen mit dem örtlichen Verwaltungsausschuss

 

  • die Genehmigung ist vor allem an das Merkmal der Zusätzlichkeit geknüpft, sodass zu prüfen ist, ob die zu leistende Arbeit ohne die Arbeitsgelegenheit nicht, nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt verrichtet werden würde

 

 

Für allgemeine Fragen zu FIM, steht im Landratsamt der Leiter des Teams „Asyl“, Herr Thomas Veh (09071/77062-187; thomas.veh@landratsamt.dillingen.de) zur Verfügung. Bei diesem sind auch die entsprechenden Unterlagen für die Antragstellung anzufordern.

 

Nachdem von diesem neuen Arbeitsmarktprogramm der Maßnahmeträger, die Asylbewerber und nicht zuletzt die Bürgergesellschaft enorm profitieren, ist zu hoffen, so Schrell, dass im Landkreis Dillingen zahlreiche Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden können. Denn dies sei ein erster Schritt, um die gesamtgesellschaftliche Mammutaufgabe der Integration von Asylbewerbern anzugehen.

 

Dillingen a.d.Donau, 22.09.2016

Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr.: 09071/51-138

 

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