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Letzte Änderung:
24.05.2017
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Bestätigte Fälle von Windpocken

Acht bestätigte Fälle von Windpocken gibt es in einer Bildungseinrichtung in Höchstädt a.d.Donau. Unmittelbar nach dem Bekanntwerden eines gehäuften Auftretens von Windpocken wurden die Eltern der Schüler der betroffenen Schule vom Fachbereich Gesundheit mit einem Merkblatt informiert.

 

So werden Windpocken (Varizellen) durch ein Virus (Herpes- zoster- Virus) verursacht und zählen zu den Kinderkrankheiten. Leider verlaufen sie nicht immer harmlos. Vor allem bei Erwachsenen und Immungeschwächten kommt es oft zu schweren Krankheitsverläufen. Besonders gefährdet sind auch schwangere Frauen ohne ausreichende Immunität gegen Windpocken.

 

Ansteckend sind Windpocken ein bis zwei Tage vor dem Auftreten des typischen Hautausschlags. Dieser juckt und es bilden sich mit klarer Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Die Ansteckungsfähigkeit endet fünf bis sieben Tage nach Auftreten der letzten frischen Bläschen.

 

An Windpocken Erkrankte dürfen daher Gemeinschaftseinrichtungen, wie z.B. Schulen oder Kindergärten, nicht besuchen. Erst nach Verkrusten aller Bläschen, das meist eine Woche nach Beginn der Erkrankung eintritt, ist ein Besuch der Einrichtung wieder möglich.

 

Im häuslichen Umfeld sind keine speziellen Maßnahmen für Kontaktpersonen notwendig. Neugeborene und Schwangere ohne ausreichende Immunität sowie Patienten mit Abwehrschwäche sollten den Kontakt zu Erkrankten jedoch vermeiden.

 

Nach Kontakt mit einer an Windpocken erkrankten Person ist bei ungeimpften Personen, die selbst auch noch nie an Windpocken erkrankt waren, ein Immunisierung noch nach drei Tagen möglich. Ein Impfung sollte spätesten nach fünf Tagen erfolgen. Empfehlungen dazu werden von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) veröffentlicht oder können beim Hausarzt, Frauenarzt oder Kinderarzt erfragt werden.

 

Seit 2004 ist die Schutzimpfung gegen Windpocken von der STIKO vorbeugend für Kinder und Jugendliche empfohlen. Im Alter von 11 bis 14 Monaten sollten die Kinder die erste Impfung erhalten, die zweite Impfung im Alter von 15 bis 23 Monaten. Alle ungeimpften Kinder, die noch nie Windpocken hatten, sollten die Impfung baldmöglichst nachholen; ebenso empfiehlt man nur einmalig geimpften älteren Kindern und Jugendlichen eine zweite Impfung, da bei dem Auftreten einer Erkrankung in diesem Alter mit einer höheren Komplikationsrate gerechnet werden muss. Eine Indikation zur Impfung besteht u.a. auch bei Frauen mit Kinderwunsch.

 

 

Dillingen a.d.Donau, 10. März 2017

Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr. 09071/51-138

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