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Landratsamt Dillingen  |  E-Mail: poststelle@landratsamt.dillingen.de  |  Online: http://www.landkreis-dillingen.de

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Landratsamt Dillingen a.d.Donau

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89407 Dillingen a.d.Donau
Tel.: 09071 51-0
E-Mail: poststelle@landratsamt.dillingen.de


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Letzte Änderung:
28.03.2017
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Nuklearer Katastrophenschutz sechs Jahre nach Fukushima: Vorsorgemaßnahmen des Landratsamtes im Einklang mit neuen Vorgaben

Anlässlich des Gedenkens an den Unglücksfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi aus dem März 2011, das sich in diesen Tagen zum sechsten Mal jährt, informiert das Landratsamt Dillingen a.d.Donau über den Stand seiner Vorsorgemaßnahmen im nuklearen Katastrophenschutz.

 

Die Katastrophenschutzbehörde des Landratsamtes hat ihre Gesamtvorsorge und damit einhergehend ihre Notfallpläne für den nuklearen Katastrophenschutz kontinuierlich fortgeschrieben. Grundlage dafür sind Vorgaben des Bayerischen Staatsminis­teriums des Innern, für welche Erkenntnisse aus dem Reaktorunglück von Fukushima-Daiichi systematisch ausgewertet und in bayernweit einheitlichen Mustervor­schrif­ten umgesetzt worden waren. Es besteht daher grundsätzlich Kongruenz der Vor­sor­ge­maßnahmen in den von einer potentiellen Havarie eines Kernkraftwerks betroffenen Landkreisen; darüber hinaus wurden örtliche Besonderheiten im Landkreis, etwa topographischer oder organi­sationeller Art, planmäßig erfasst und berücksichtigt.

Intern schulen sich die Mitarbeiter der Katastrophenschutzbehörde und der involvierten Hilfsorganisa­tionen anhand von Simulationen und Fallbeispielen bereits seit längerem in einem gelingenden Katastrophenmanagement, bei welchem die Beiträge der einzelnen Instanzen rasch ineinander greifen. Berücksichtigt werden dabei Sonderkonstellationen, wie sie das Fukushima-Unglück offenbar werden lassen hat und welche die ministeriellen Vorgaben entsprechend aufgreifen.

 

Die Entnahme von Bodenproben, die Warnung der Bevölkerung insbesondere über Sirenen und die Ausgabe von Kaliumjodidtabletten an die Bevölkerung werden auch im Landkreis Dillingen im Turnus beübt. Aus Gründen effektiver Versorgung erfolgt die Verteilung der Tabletten wie in anderen Landkreisen dabei ebenfalls nur über die Angehörigen der Hilfsorganisationen aus Depots. Das Vorgehen gewährleistet eine überprüfbare und sachge­rechte Lagerung, Distribution und Instruktion durch Fachleute.

 

Risiken der zivilen Nutzung der Kernkraft können niemals komplett ausge­schlossen werden. Durch Vorfeldmaßnahmen können allerdings wertvolle Zeitfenster im Ernstfall gewonnen werden, um das Ausmaß der Schäden in einer Katastrophenlage zu reduzieren. Das Landratsamt Dillingen wird in den nächsten Wochen mit der federführenden Regierung von Schwaben und dem Landkreis Günzburg, auf dessen Gebiet das Kernkraftwerk Gundremmingen liegt, daher in die Phase der Feinabstimmung treten und die regionalen Einzelpläne einander anpassen.

 

 

Dillingen a.d.Donau, 16. März 2017

Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr. 09071/51-138

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