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Landratsamt Dillingen a.d.Donau

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Letzte Änderung:
17.10.2017
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Landrat Leo Schrell fordert Aufstockung des Biberschadensfonds

Einen erneuten Vorstoß zur Aufstockung des vom Freistaat Bayern mit 450.000 Euro ausgestatteten Fonds zum Ausgleich von Biberschäden hat Landrat Leo Schrell bei der Bayerischen Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf, unternommen.

 

Anlass dafür sind die nach wie vor teilweise massiven Schäden, die durch die vorhandene Biberpopulation verursacht werden. Davon betroffen sind sowohl Schäden im Bereich der Landwirtschaft als auch an den im Unterhalt der Gemeinden liegenden Gewässer und Wege. „Vor allem aus der Landwirtschaft erreichen mich immer wieder nachvollziehbare Klagen über hohe Schäden, die wegen der Mittelknappheit nur mit einer geringen Quote ausgeglichen werden“, begründet Schrell seine erneute Initiative. Bereits im Jahr 2012 hatte sich Schrell mit demselben Anliegen an das Ministerium gewandt. Seinerzeit wurde der Fond um 100.000 Euro auf 450.000 Euro aufgestockt. „Dennoch ist der Fond chronisch unterfinanziert, wenn man bedenkt, dass die öffentliche Hand überhaupt nicht anspruchsberechtigt ist“, betont Schrell. Deshalb bleiben die Gemeinden grundsätzlich auf ihren Kosten sitzen. Ein Zustand, den Schrell verbessern möchte. In seinem Schreiben an Scharf spricht er deshalb die aus seiner Sicht völlig unzureichende Regelung zum Ausgleich von Biberschäden an und bittet die Ministerin, sich für eine deutliche Aufstockung des Fonds einzusetzen. Schrell betont dabei, dass eine Lösung der Biberproblematik den Landkreis und seine Verwaltung oftmals vor große Probleme stelle. So sei eine Lösung immer dem Spannungsfeld zwischen Artenschutz und bestmöglicher Schadensreduzierung und vor allem Schadensvermeidung ausgesetzt. Deshalb hat das Landratsamt unter Berücksichtigung der Anforderungen an den Artenschutz das Bayerische Bibermanagement auf die Gegebenheiten im Landkreis angepasst und etabliert. Neben einem Biberfachberater auf Landkreisebene sind deshalb auch Biberbeauftragte in den jeweiligen Gemeinden bestellt.

 

„Dennoch lassen sich selbst bei Anwendung der nach den vier Säulen des Bibermanagements vorgesehenen Maßnahmen nicht in jedem Fall Biberschäden vermeiden, was vor allem auch in der Landwirtschaft immer wieder zu großen Schäden auch an landwirtschaftlichen Geräten führt“, schreibt Schrell an Scharf. Wegen der aus seiner Sicht unzureichenden Mittelausstattung des Biberschadensfonds bleiben auch die Landwirte auf teilweise hohen Kosten sitzen, was nachvollziehbar zu großer Verärgerung führt.

 

Aus diesem Grund richtet Schrell in seinem Schreiben an Scharf nochmals die eindringliche Bitte, sich dem Anliegen der Landwirtschaft im Landkreis Dillingen anzunehmen und sich für eine deutlich bessere Ausstattung des Biberschadensfonds einzusetzen, der unter Berücksichtigung der Vorgaben der EU-Kommission nicht nur eine angemessene Ausgleichsquote für die land-, forst- oder teichwirtschaftlichen Schäden privater Landnutzer sondern auch bei denen der öffentlichen Hand gewährleistet. Nach einer Erhebung des Landratsamtes beliefen sich bereits vor einigen Jahren die jährlichen Biberschäden der öffentlichen Hand für einen erhöhten Unterhaltungs- und Sanierungsaufwand an Gewässern und Wegen allein im Landkreis Dillingen auf über 100.000 Euro.

 

 

Dillingen a.d.Donau, 4. August 2017

Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr. 09071/51-138

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