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Landratsamt Dillingen a.d.Donau

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Letzte Änderung:
11.12.2017
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Mehrere Fälle von Keuchhusten im Landkreis Dillingen aufgetreten

 

Dem Fachbereich Gesundheit am Landratsamt Dillingen wurden in den letzten Tagen mehrere Fälle von Keuchhusten gemeldet.

Derzeit liegen der Behörde sieben bestätigte Fälle vor, darunter ein Säugling und ein Bewohner einer Alten- und Pflegeeinrichtung. Die Betroffenen wurden vom Fachbereich Gesundheit über die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes informiert.

 

Keuchhusten (Pertussis) wird durch Bakterien ausgelöst, die von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen werden. Diese Erreger bilden Giftstoffe, die die Schleimhäute der Luftwege schädigen. Zunächst führt dies im ersten Stadium zu leichten Erkältungsbeschwerden (Husten, Schnupfen und Schwächegefühl), die ein bis zwei Wochen andauern, oft jedoch ohne Fieber. Erst in der zweiten Phase kommt es zu den typischen Hustenattacken. Der Husten ist meist langwierig und trocken, die Anfälle eher nachts als tagsüber. Diese Phase dauert in der Regel vier bis sechs Wochen. Bei Jugendlichen und Erwachsenen treten diese Hustenanfälle häufig nicht auf.

Die Betroffenen sind bereits kurz vor dem Auftreten der ersten Beschwerden ansteckend. Am höchsten ist die Ansteckungsgefahr während der Erkältungsphase. An Keuchhusten Erkrankte dürfen daher Gemeinschaftseinrichtungen, wie z.B. Schulen oder Kindergärten nicht besuchen. Besonders gefährdet sind Neugeborene, weil diese weder eigene Abwehrstoffe noch einen sogenannten Nestschutz haben.

 

Eine Schutzimpfung gegen Keuchhusten wird von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfohlen. Für Säuglinge sollen vier Teilimpfungen ab dem zweiten Lebensmonat erfolgen. Für Kinder und Jugendliche ist zwischen fünf und sechs bzw. zwischen neun und 17 Jahren je eine Auffrischungsimpfung empfohlen.

 

Erwachsenen wird bei der nächsten fälligen Impfung gegen Tetanus und Diphtherie eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten empfohlen. Ebenso sollten sich Frauen mit Kinderwunsch und enge Kontaktpersonen von Säuglingen (Großeltern, Eltern, Tagesmütter) impfen lassen, wenn in den letzten zehn Jahren keine erfolgt ist.

 

Der Schutz nach einer Impfung hält bis zu 12 Jahre. Eine bereits durchgemachte Erkrankung ist allerdings kein Schutz für eine erneute Infektion: der körpereigene Schutz hält hier nur ungefähr 7 bis 20 Jahre.

 

Personen, die engen Kontakt mit einem Erkrankten hatten, werden in der Regel vorsorglich mit einem Antiobiotikum behandelt. Da auch Menschen, die geimpft sind, andere anstecken können, sollten auch diese, wenn sie Kontakt zu einem Erkrankten hatten und Kontakt zu gefährdeten Personen wie Säuglingen und Kleinkinder haben, sich mit einem Antibiotikum behandeln lassen.

 

Dillingen a.d.Donau, 02.10.2017

Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr. 09071/51-138

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