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"Museumspädagogik" ist eine tragende Säule der Initiative Bildungsregion im Landkreis Dillingen a.d.Donau

Bei einer Veranstaltung im Schloss Höchstädt wurden schulartübergreifende Kooperationen zwischen den Schulen und außerschulischen Lernorten nun öffentlichkeitswirksam und praxisnah präsentiert.

Museumspädagogik Abschlussveranstaltung

von links: MdL Johann Häusler, Weronika Matuszewska, Lara Goller, Landrat Leo Schrell, Philipp Horsinka, Cassandra Zengerle, Björn Appel, Günter Hirschmann (Arbeitskreis SchuleWirtschaft), Christian Weber (Landratsamt), Diar Mohammad

Bildung findet nicht nur in der Schule statt. Dies wurde eindrucksvoll bei der Abschlussveranstaltung zum Projekt „Museumspädagogik“, die in den Räumlichkeiten des Schlosses Höchstädt mit zahlreichen Vertretern der Schulen, der Museen bzw. außerschulischen Einrichtungen sowie aus der Politik stattfand, sichtbar. Das Projekt „Museumspädagogik“ ist damit ein wesentlicher Bestandteil des Bildungskonzeptes für den Landkreis Dillingen a.d.Donau, für das der Landkreis mit dem Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“ ausgezeichnet wurde.

„Der Landkreis Dillingen a.d.Donau zählt nach der jüngsten Studie der Tageszeitung „DIE WELT“ bundesweit zu den zehn Städten und Kreisen mit der größten Dynamik. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung des Landkreises sind dabei mitunter attraktive Bildungseinrichtungen und Bildungsangebote, die über die Zukunftsfähigkeit unserer Region entscheiden“, betont Landrat Leo Schrell. So leisten nach Ansicht des Landrats neben den Schulen insbesondere die außerschulischen Einrichtungen und Museen einen unverzichtbaren Beitrag zur Umsetzung des Bildungsauftrags. „Mit der Projektidee „Museumspädagogik“, die im Rahmen des Prozesses zur Bildungsregion in Bayern entstanden ist, bringen wir Schule und außerschulische Lernorte näher zusammen und ermöglichen dadurch eine besondere Form des Praxisbezuges in der Schulbildung“, freut sich der Landrat zudem über die positive Umsetzung des Projektes.

„Gerade in außerschulischen Einrichtungen und Museen werden verschiedene Themen zur heimischen Natur, Umwelt, Kultur, Geschichte, Biologie, Geographie oder Geologie aufgegriffen und den jungen Menschen erleb- und greifbar vermittelt. Damit stiften diese Lernorte nicht nur Identität mit der eigenen Region, sondern schaffen auch ein Stück Lebensqualität und tragen so wesentlich zur Heimatbindung junger Menschen bei“, informiert Christian Weber von der Wirtschaftsförderstelle des Landratsamtes. Weber, der federführend den Umsetzungsprozess zur Bildungsregion begleitet hat, teilte weiter mit, dass mit Blick auf den demographischen Wandel projektübergreifend das Ziel formuliert wurde, junge Menschen in der Region zu halten bzw. für die Region zu gewinnen. „Damit leistet das Projekt „Museumspädagogik“ auch einen unmittelbaren Beitrag zur Fachkräftesicherung des Landkreises“, so Christian Weber.

„Die Konzeption des Projektes „Museumspädagogik“ umfasst weit mehr als die rein formelle Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen und außerschulischen Lernorten“, betont Günter Hirschmann, Geschäftsführer des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT. Er leitete im Rahmen des Zertifizierungsprozesses zur Bildungsregion den Arbeitskreis „Schulische und außerschulische Bildungsangebote und Bildungsträger vernetzen“, aus dem auch das Projekt „Museumspädagogik“ entstanden ist. Hirschmann zeigte zunächst eindrucksvoll auf, wie es gelingen kann, junge Menschen für eine Projektarbeit zu gewinnen und somit ihr Interesse und ihre Neugier für konkrete Themen und Aktionen zu wecken.

Die Aussage Hirschmanns unterstrichen die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Wittislingen, die mit ihren Präsentationen zu den Projekten „Gold“ und „Kristalle züchten“ aufzeigten, welche vielfältigen Maßnahmen und Aktionen sowie notwendigen Vorausplanungen und Nachbereitungen notwendig sind, um eine erfolgreiche Projektarbeit durchzuführen. Die Mittelschule Wittislingen kooperierte dabei im Rahmen des Projektes mit dem Mineralienmuseum in Lauingen. Ein besonderes Highlight boten die Schülerinnen und Schüler den Besuchern im Nachgang der Veranstaltung. So konnten sich die Teilnehmer anhand von Exponaten über das Projekt „Kristalle züchten“ informieren und sich praktisch beim Goldsuchen und Goldwaschen versuchen. Die Schülerinnen und Schüler zeigten damit voller Begeisterung ihr erlerntes Praxiswissen.

Zuvor informierte Michael Bachmaier über die Kooperation zwischen der Ulrich-von-Thürheim-Grundschule Buttenwiesen und dem Stadelmuseum in Wortelstetten, die ebenfalls aus dem Projekt „Museumspädagogik“ entstanden ist. Die Partner entwickelten im Zuge der Kooperation verschiedene Themenbereiche, beispielsweise zur Schule, Sauberkeit und Arbeitswelt, die den Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart aufzeigen und sich museumspädagogisch sowie grundschulgerecht umsetzen lassen. Spannende Einblicke und somit einen besonderen Praxisbezug erhielten die Grundschüler konkret beim Forschen im Museum oder bei praktischen Tätigkeiten im Umgang mit Werkzeugen und Geräten.

Als weitere erfolgreiche Kooperation präsentierten Karin Leo und Sebastian Diedering die Zusammenarbeit der Donau-Realschule Lauingen und der Umweltstation mooseum in Bächingen. So setzen beide Einrichtungen mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ einen Schwerpunkt, unter dessen Motto auch die gegenseitige Kooperation steht. Neben verschiedenen Gruppenangeboten für die Schülerinnen und Schüler beinhaltet die Umsetzung auch Möglichkeiten der Lehrerfortbildung, die gerade als Multiplikatoren eine tragende Rolle bei der Umsetzung der Projektinhalte einnehmen.

Sowohl Landrat Leo Schrell als auch die anwesenden Teilnehmer zeigten sich von den umgesetzten Projekten begeistert. Deshalb dankte der Landrat gemeinsam mit Günter Hirschmann den jeweiligen Projektpartnern für die Initiative zur Umsetzung der Projekte. „Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass die aufgezeigten Kooperationsmöglichkeiten als Beispiele guter Praxis die Teilnehmer zum Nachahmen anregen“, so Landrat Leo Schrell. Der offene Austausch der Teilnehmer im Nachgang der Veranstaltung bot dazu entsprechende Möglichkeiten.

 

Dillingen a.d.Donau, 15. November 2019
Peter Hurler, Pressesprecher
Tel.Nr. 09071/51-138

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