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Elke Büdenbender hält die Laudatio bei der Verleihung des Europäischen St.-Ulrichs-Preises an "Ärzte ohne Grenzen"

Zur Verleihung des Europäischen St.-Ulrichs-Preises an die Nothilfeorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ kommt am Samstag, 12. Mai 2018, hoher Besuch nach Dillingen. So hat die Schirmherrin des Kinderhilfswerkes UNICEF Deutschland, Elke Büdenbender, bereits im vergangenen Jahr der Europäischen St.-Ulrichs-Stiftung die Zusage gegeben, bei der Preisverleihung die Laudatio zu übernehmen.

 

Es entsprach seinerzeit dem Wunsch des Preisträgers, dass eine Persönlichkeit die Laudatio übernimmt, deren Wirken auch von den humanitären Prinzipien von „Ärzte ohne Grenzen“ geprägt ist. „Deshalb haben wir uns im Stiftungsvorstand über die Zusage von Elke Büdenbender, die Laudatio zu halten, sehr gefreut“, betont der Stiftungsvorsitzende, Landrat Leo Schrell. Er freut sich auf die persönliche Begegnung mit Elke Büdenbender und sagt: „Sie wirkt auf mich sympathisch, bescheiden und überzeugend.“

 

Grossansicht in neuem Fenster: Elke BüdenbenderElke Büdenbender hatte die Schirmherrschaft, die traditionell von der Partnerin des Bundespräsidenten ausgeübt wird, nach der Wahl von Frank-Walter Steinmeier ins höchste Staatsamt übernommen. Sie repräsentiert damit rund 8.000 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UN-Kinderhilfswerks und wirbt um Aufmerksamkeit für die Rechte benachteiligter Kinder. So hat sie vor Kurzem im Rahmen eines Staatsbesuchs des Bundespräsidenten in Indien mit dem Arunodhaya Zentrum für Straßenkinder und arbeitende Kinder ein UNICEF-Projekt besucht und war von der Stärke der Kinder sehr beeindruckt.

  

Elke Büdenbender studierte Rechtswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Nach der Zweiten Juristischen Staatsprüfung im Jahr 1994 arbeitete sie als Richterin am Verwaltungsgericht Hannover und wechselte im Jahr 2000 als Richterin an das Verwaltungsgericht Berlin.

 

Elke Büdenbender hat in diesen Tagen der Stiftung mitgeteilt, dass sie sich bereits auf den Besuch in Dillingen sowie die Begegnung mit den Vertretern des Preisträgers freue. „Ärzte ohne Grenzen“, so Elke Büdenbender, „leistet medizinische Hilfe für Menschen in Not – unabhängig von ihrer Nationalität, Religion oder ihren politischen Ambitionen. Mehr noch, die Organisation macht aufmerksam auf soziale und politische Missstände in den Ländern, in denen sie arbeitet. Sie will nicht schweigen, sondern erhebt das Wort, um ein weiteres Leiden der Menschen zu stoppen, Verbrechen anzuzeigen und die Politik zum Handeln zu bewegen.“


UNICEF leiste nach Aussage von Elke Büdenbender Ähnliches, nehme aber die Kinder in den Blick. Durch die Arbeit und die zahlreichen Projekte in vielen Ländern der Welt mache UNICEF aufmerksam auf das Leid der Kinder und darauf, dass auch Kinder Rechte haben. „Kinder müssen die Chance haben, Kinder sein zu dürfen. Sie müssen die Möglichkeit bekommen, eine schulische Bildung zu erhalten, um selbstbewusst ihren Platz in der Gesellschaft finden zu können. So mag die Arbeit von UNICEF und „Ärzte ohne Grenzen“ sich inhaltlich unterscheiden, aber die Zielsetzung ist die Gleiche: das Leid von Menschen zu stoppen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, so Elke Büdenbender. Sie dankt der Europäischen St.-Ulrichs-Stiftung für die Auszeichnung von „Ärzte ohne Grenzen“ mit dem Europäischen St.-Ulrichs-Preis, der alle zwei Jahre an Personen, Initiativen und Institutionen, die sich in den Bereichen Politik, Kirche, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und sozialem Engagement für die Einheit Europas einsetzen oder eingesetzt haben, verliehen wird. „In einer Zeit, in der der Zusammenhalt der europäischen Staaten auf eine Probe gestellt wird, ist dies von unschätzbarem Wert“, betont Elke Büdenbender.

 

„Ich persönlich freue mich, dass wir die verdiente Verleihung des Preises an „Ärzte ohne Grenzen“ bei uns in Dillingen – der „Stadt der Caritas“ – wieder als großes, offenes Fest für die gesamte Bürgerschaft feiern“, betont Oberbürgermeister Frank Kunz.

 

Zur Preisverleihung, die um 11:00 Uhr in der Studienkirche in Dillingen beginnt, ist ausdrücklich auch die Bevölkerung eingeladen. Landrat Leo Schrell, Oberbürgermeister Frank Kunz und Pfarrer Wolfgang Schneck würden sich freuen, wenn Veranstaltungstag und -zeitpunkt der Bevölkerung entgegenkommen, um sowohl an der Begrüßung des Preisträgers auf dem Ulrichsplatz als auch am Festakt als einem besonderen Erlebnis teilzunehmen.

 

Foto: Bundesregierung / Steffen Kugler

 

 

Dillingen a.d.Donau, 2. Mai 2018

Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr. 09071/51-138

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