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Hochwasserlage DLG 01.06.2013 13.00 Uhr

Auch im Landkreis Dillingen spitzt sich die Hochwassersituation zu. So wird es nach der letzten Prognose des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth von heute Nachmittag, 13:00 Uhr, im Bereich der Donau innerhalb der nächsten zwölf Stunden zu Ausuferungen kommen.

 

Teils kräftiger und lang anhaltender Regen im Alpenvorland haben zu hohen Pegelständen im Bereich der Iller mit entsprechenden Wassermengen geführt, die nach und nach im Landkreis ankommen. Zudem werden größere Wassermengen aus dem angrenzenden Baden-Württemberg erwartet. Beides wird die Situation an der Donau zwischen Ulm und Donauwörth neben den anhaltenden Regenfällen auch im Landkreis Dillingen deutlich verschärfen. So scheint ein Abfluss der Donau in Dillingen mit bis zu 980 m³ pro Sekunde spätestens im Lauf des Montags nicht ausgeschlossen. Damit wäre ein Wert vergleichbar den Hochwasserereignissen der Jahre 2002 und 2005 erreicht.

 

Unabhängig davon wird nach Aussage der BEW-Staustufenwarte Gersthofen eine Ausleitung bei Famingen in den sogenannten „Riedstrom" voraussichtlich bereits heute ab 23:00 Uhr unvermeidbar werden.

 

Auf diese Situation hat sich das Landratsamt zwischenzeitlich vorbereitet. So wurden bereits alle betroffenen Gemeinden sowie die örtlichen Feuerwehren über die aktuelle Lage informiert und in Bereitschaft versetzt.

 

Unabhängig von der zu erwartenden Ausleitung in den Riedstrom haben die Einsatzkräfte der Feuerwehren, insbesondere entlang der Donau, bereits gestern damit begonnen, die Lage vor Ort in regelmäßigen Abständen zu erkunden. Besonderes Augenmerk wird jetzt mit Blick auf die Ausuferungen im Zusammenhang mit der Ausleitung in den Riedstrom auf offensichtlich gefährdete, bebaute Bereiche gelegt, um möglichst frühzeitig entsprechende Abwehrmaßnahmen zu ergreifen. Mit der bereits 2005 vom Landratsamt beschafften Sandabfüllmaschine können stündlich 3.000 Sandsäcke befüllt und zu den Einsatzorten gebracht werden.

 

Das Landratsamt steht im ständigen Kontakt mit dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth und der Staustufenwarte Gersthofen und beobachtet mit Unterstützung der Feuerwehren die Hochwasserlage.

 

 

Dillingen a.d.Donau, 01.06.2013

Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr. 09071/51-138

 

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