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Hochwasserlage DLG 02.06.2013 12.00 Uhr

Im Landkreis Dillingen sind die Einsatzkräfte auf die erwartete Hochwasserwelle vorbereitet. Dies wurde bei einer Lagebesprechung im Landratsamt heute Vormittag deutlich, bei der die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren aus Gundelfingen, Lauingen, Dillingen und Höchstädt über die Lageerkundung vor Ort berichteten.

 

Während die Pegel der Zusam, Egau und Brenz weiter fallen und sich die Lage an den Nebenflüssen der Donau damit entspannt, spitzt sich die Lage an der Donau hingegen weiter zu. So wird nach einer aktuellen Prognose des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth die Scheitelwelle in den frühen Morgenstunden des morgigen Montags erwartet. Dabei kann die Meldestufe 3 erreicht werden.

 

Um den Donau-Abfluss unter Kontrolle zu halten, hat die BEW-Staustufenwarte in Gersthofen gestern im Lauf des Tages damit begonnen, die Donau bei Faimingen mit der Konsequenz aufzustauen, dass die Donau seit mehreren Stunden in den sogenannten „Riedstrom“ ausufert. Die Feuerwehren in Gundelfingen und Lauingen beobachten seither die Lage in kurzen Abständen. Das ausgeuferte Wasser ist allerdings aktuell noch nicht aus dem Auwald ausgetreten. Die Flutung landwirtschaftlicher Flächen wird vor allem für die kommenden Tage erwartet.

 

Ob die aktuelle Hochwassersituation die Dimension des Pfingsthochwassers von 1999 erreichen wird, lässt sich schwer abschätzen. Dies hängt wesentlich von den tatsächlich in den nächsten 24 Stunden ankommenden Wassermengen ab. So kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Wassermengen, die über die Iller in die Donau gelangen, in der Kombination mit den Wassermengen, die die Donau selbst aufgrund starker Niederschläge in Baden-Württemberg noch bringen wird, zu einer kritischen Situation mit einem Abfluss von bis zu 1.000 m³ pro Sekunde in der Spitze führen werden.

 

In Gundelfingen sind deshalb die Vorbereitungen für Abwehrmaßnahmen im Bereich des Kreissportzentrums, der Sportanlagen des FC Gundelfingen und der städtischen Kläranlage angelaufen. Dafür sehen rund 5.000 Sandsäcke bereit. Dadurch sollen Überflutungen, wie sie beim Pfingsthochwasser 1999 zu beklagen waren, möglichst vermieden werden. Auch in Lauingen ist man auf die Ausuferungen in den Riedstrom vorbereitet. Bereits gestern Abend wurden rund 700 Sandsäcke an potentiell betroffene Bürger abgegeben.

 

Bislang waren noch keine Straßensperrungen aufgrund der Hochwassersituation im Landkreis Dillingen erforderlich.

 

Gegen Mittag hat sich Landrat Leo Schrell im Lagezentrum im Landratsamt persönlich von der Situation ein Bild gemacht. Dabei betonte der Landrat, dass sich insbesondere die Ausuferung in den Riedstrom mit den daraus resultierenden Flutungen landwirtschaftlicher Flächen leider nicht vermeiden lasse. Deshalb sei es ihm ein Anliegen gewesen, möglichst frühzeitig die betroffene Bevölkerung und die Gemeinden über die Entwicklung zu informieren und seitens der Hilfsorganisationen Unterstützung anzubieten. „Dies wird durch die Freiweilligen Feuerwehren und dank funktionierender Strukturen im Katastrophenschutz seit Freitag in hervorragender Weise geleistet“, lobte der Landrat die reibungslose Zusammenarbeit zwischen dem Landratsamt, den Hilfsorganisationen, dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth und der BEW-Staustufenwarte in Gersthofen.

 

Das Landratsamt Dillingen ist für Rückfragen betroffener Bürger unter der Hotline-Nr. 09071/51-350 zu erreichen. Zudem werden aktuelle Informationen auf der Internetseite www.landkreis-dillingen.de veröffentlicht.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Lagebesprechung Hochwasser 02.06.2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dillingen a.d.Donau, 02.06.2013

Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr. 09071/51-138

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