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Hochwasserlage DLG 04.06.2013 09:00 Uhr

Die Hochwasserlage an der Donau hat sich in der vergangenen Nacht weiter entspannt. So lag der Pegel der Donau um 05:00 Uhr mit 481 cm bereits wieder deutlich unter der Meldestufe 1 (500 cm) und liegt aktuell bei 474 cm. Aufgrund der sich entspannenden Lage wurden die Staustufen entlang der Donau zwischenzeitlich wieder auf Normalstau umgestellt.

Im Bereich Steinheim und Blindheim erfolgt deshalb keine Ausleitung mehr von Donauwasser in den Riedstrom. Für die Ausleitungsstellen in Faimingen und Lauingen (Donau) kann dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch noch nicht bestätigt werden. In diesen Bereichen werden noch Erkundungen durchgeführt.

Aufgrund der nachfließenden Wassermengen, die in der vergangenen Nacht von der Donau noch in den Auwald ausgeufert sind, kann für die Bereiche Dillingen und Kicklingen noch keine völlige Entwarnung gegeben werden. Auch dort wird der Riedstrom von den Feuerwehren weiter beobachtet.

Jedenfalls blieb Kicklingen bis in die frühen Morgenstunden vom Hochwasser verschont. Grund dafür ist die Flutmulde zwischen Kicklingen und Fristingen, die das Hochwasser seit gestern in das Truppenübungsgelände der Bundeswehr ableitet und sich extrem bewährt hat. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass der Riedstrom Kicklingen noch erreicht, sollte die Aufnahmekapazität des Bundeswehrgeländes erschöpft sein. Die Glött ist an manchen Stellen im Bereich Kicklingen in die Felder gelaufen.

 

Aufgrund der im Zusammenhang mit dem Riedstrom eingetretenen Überflutungen bleiben die Sperrungen folgender Straßen bis auf Weiteres aufrechterhalten:

  • DLG 24 Lauingen-Weisingen
  • Staatsstraße 2033 Dillingen-Nordfelderhof (Abzweigung Fristingen)
  • Gemeindeverbindungsstraße zwischen Blindheim und Oberthürheim
  • Gemeindeverbindungsstraße zwischen Steinheim und Fristingen

 

Weitere Straßensperrungen sind mit Blick auf die aktuelle Lage derzeit nicht zu erwarten, können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Landrat Leo Schrell zog angesichts der aktuellen Entwicklung ein erstes Zwischenfazit zur Hochwassersituation im Landkreis. Danach ist der Landrat erleichtert, dass die Befürchtungen aufgrund der Prognosen vom Wochenende, das Ereignis könnte das Ausmaß des Pfingsthochwassers von 1999 erreichen, bei Weitem nicht eingetreten sind. „Dennoch werden auch diesmal enorme Schäden im Bereich der Landwirtschaft zu beklagen sein“, betont der Landrat und zeigt Verständnis für die wiederholt von den Landwirten erhobene Forderung auf eine gesetzlich verankerte Entschädigungsregelung. Schrell möchte deshalb in Abstimmung mit dem Bauernverband nach Abwicklung des Schadensereignisses erneut eine Initiative ergreifen und beim Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit eine für die Landwirte akzeptable Lösung einfordern.

„Trotz der über Tage angespannten Lage war die Situation zu jederzeit unter Kontrolle“, lobt der Landrat den vorbildlichen Einsatz der Hilfsorganisationen, insbesondere der Feuerwehren. Zudem habe man aufgrund der Erfahrungen der letzten Hochwasserereignisse die Zusammenarbeit weiter optimiert und davon profitiert. "So war zu jeder Zeit ein reibungsloses Zusammenspiel der Hilfsorganisationen, der Gemeinden, der Staustufenwarte Gersthofen, dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, der Polizei und den Leitstellen unter Leitung des Krisenstabes im Landratsamt gewährleistet“, freut sich der Landrat über die funktionierenden Strukturen des Katastrophenschutzes im Landkreis.

 

Aufgrund der sich entspannenden Lage wird das Landratsamt die Hotline-Nr. 09071/51-350 für betroffene Bürger noch bis heute Abend 18:00 Uhr schalten. Aktuelle Informationen sind weiterhin über die Internetseite des Landkreises www.landkreis-dillingen.de abrufbar.

 

 

Dillingen a.d.Donau, 04.06.2013
Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr. 09071/51-138

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