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Hochwasserlage DLG 11.06.2013 22:00 Uhr

Endgültig im Landkreis Dillingen angekommen scheint die Scheitelwelle der Donau. Dennoch wird der Pegel der Donau auch in den nächsten Stunden nach einer Prognose des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth vom späten Abend konstant bleiben. So lag der Abfluss der Donau um 21:45 Uhr bei 855 m³ pro Sekunde bei einem Pegel von 537 cm.

Grundlage der Prognose des Hochwassernachrichtendienstes des Wasserwirtschaftsamtes sind die in den zurückliegenden Stunden ebenfalls konstant hohen, zwischenzeitlich aber tendenziell rückläufigen Pegelstände der Iller sowie der Donauzuflüsse Günz und Mindel.

 

Langsam werden erste Ausuferungen der Donau auch außerhalb des Auwaldes sichtbar, die sich allerdings noch im Rahmen halten. So sind im Bereich der Ausleitstelle bei Dillingen noch keine größeren Mengen an ausgeleitetem Donauwasser zu erkennen. Demgegenüber füllt sich der Auwaldsee bei Lauingen langsam, der gegen 20:00 Uhr jedoch noch bis zu einem Meter Platz fasste. An der Staustufe Faimingen war zu diesem Zeitpunkt eine beginnende Überflutung landwirtschaftlicher Flächen erkennbar.

 

Auch im Bereich des Wasserkraftwerkes Gundelfingen sowie des Staudamms ufert die Donau zwischenzeitlich linksseitig an mehreren Stellen aus, sodass einige Waldwege nicht mehr passierbar sind.

 

Damit breitet sich der Riedstrom offensichtlich langsamer als ursprünglich erwartet aus. Dennoch erkunden die Feuerwehren im Landkreis ständig die Lage, um ggf. rasch Sicherungsmaßnahmen für vom Riedstrom gefährdete Bereiche zu ergreifen.

 

Während die Lage an der Donau damit in den nächsten Stunden angespannt bleibt, hat sich die Lage an den Nebenflüssen weiter entspannt. So laufen nach Informationen der Integrierten Leitstelle Augsburg im Landkreis seit dem späten Abend keine Einsätze mehr. Auch konnte zwischenzeitlich die Gemeindeverbindungsstraße Geratshofen – Gottmannshofen wieder für den Verkehr freigegeben werden.

 

Am späten Nachmittag setzte in Teilen des Landkreises erneut für ca. eine Stunde kräftiger Regen ein, der vereinzelt zu übergelaufenen Kellern und Feuerwehreinsätzen führte.



Dillingen a.d.Donau, 12.06.2013

Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr: 09071/ 51-138

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