Vorlesen lassen:
Markieren Sie den gewünschten Text einfach mit der Maus

Landrat Leo Schrell zieht Bilanz zum erneuten Hochwasser aufgrund der Starkregenereignisse

„Dank des herausragenden Einsatzes unserer Hilfsorganisationen konnten größere Schäden insbesondere im bebauten Bereich aufgrund des Starkregenereignisses zu Beginn der Woche vermieden werden“, zog Landrat Leo Schrell erleichtert Bilanz, nachdem heute Vormittag auch für den Riedstrom endgültig Entwarnung gegeben werden konnte.

Der heftige Starkregen, der in der Nacht von Sonntag auf Montag im Landkreis und weiten Teilen Schwabens niederging, führte im Lauf des Montags aus zwei Gründen zu einer kritischen Situation, die der Krisenstab im Landratsamt mit Unterstützung der Feuerwehren, der Mitglieder der Kreisbrandinspektion und des Technischen Hilfswerkes jedoch jederzeit unter Kontrolle hatte.

So führte der Starkregen im Landkreis zunächst zu lokalen Überschwemmungen, vollgelaufenen Kellern und hohen Pegeln an den Zuflüssen der Donau wie Laugna, Zusam und Glött. Die gleichzeitig gestiegenen und über einen längeren Zeitraum konstant hohen Pegel der Iller und vor allem der Günz und Mindel führten letztlich zu der bis dahin einmaligen Situation, dass neben der kritischen Lage an den Zuflüssen der Donau eine Ausuferung der Donau in den Auwald und den Riedstrom zu erwarten war. „Die Befürchtungen, es könnte dieselbe Menge Donauwasser wie vor etwa zehn Tagen über die Auwälder in den Riedstrom ausufern, haben sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet“, stellt der Landrat fest.

In der Gesamtbetrachtung des Hochwasserereignisses Anfang Juni und der Starkregenereignisse vor wenigen Tagen kommt der Landrat zu der Bewertung, dass sich der Klimawandel deutlich bemerkbar macht. Anders kann sich der Landrat die immer kürzer werdenden Abstände solcher Ereignisse mit zum Teil erheblichen Schäden nicht erklären.

Umso mehr spricht sich Schrell dafür aus, die Hochwasserkonzepte im Landkreis weiter zu optimieren und mit staatlicher Förderung Maßnahmen des vorbeugenden Hochwasserschutzes zu ergreifen. Diese haben sich beispielsweise in Buttenwiesen bestens bewährt. Dort war die Lage an der Zusam trotz hohem Pegel letztlich unproblematisch. Verständnis zeigt der Landrat für die berechtigte Forderung der Landwirte nach einer angemessenen Entschädigung der nicht unerheblichen Ernteausfällen und Schäden an landwirtschaftlichen Grundstücken aufgrund des angesprungenen Riedstromes. Deshalb hat Schrell dem Bayerischen Bauernverband seine Unterstützung zugesagt, der Forderung gegenüber der Staatsregierung Nachdruck zu verleihen.

Unabhängig davon bezeichnet der Landrat die vom Freistaat Bayern aufgelegten Hilfsprogramme „Sofortgeld“ und „Soforthilfe“ als konsequent und versichert eine rasche Abwicklung der Anträge. Während das Sofortgeld beim Landratsamt zu beantragen ist, müssen Zuwendungen aus der „Soforthilfe“ beim Amt für Landwirtschaft und Forsten beantragt werden. Nähere Informationen sind über die Internetseite www.landkreis-dillingen.de erhältlich.

Dass die beiden Ereignisse letztlich gut koordiniert, ohne Personenschäden und ohne größere Gebäudeschäden abgewickelt werden konnten, führt der Landrat darauf zurück, dass die Kommunikation zwischen den Behörden, den Hilfsorganisationen, der BEW-Staustufenwarte, den betroffenen Städten und Gemeinden sowie dem Krisenstab im Landratsamt bestens funktioniert habe.

Dadurch war eine kontinuierliche Information auch der betroffenen Bevölkerung sowie eine reibungslose Koordination der Einsätze rund um die Uhr gewährleistet.

Deshalb dankt der Landrat ausdrücklich allen an der Abwicklung der Hochwasserereignisse Beteiligten, insbesondere den ehrenamtlich tätigen Einsatzkräften, für ihren vorbildlichen Einsatz. „Wieder einmal hat sich das Ehrenamt im Landkreis Dillingen als tragende Säule bewährt“, stellt der Landrat mit Stolz fest.

Dass im Landkreis bei Bedarf auf bewährte und funktionierende Strukturen im Katastrophenfall zurückgegriffen werden kann, beweist nach Meinung des Landrats die Tatsache, dass zahlreiche Hilfskräfte der Hilfsorganisationen BRK, DLRG und THW in den Katastrophengebieten in Bayern im Einsatz waren. Für die ständige Bereitschaft zur Hilfeleistung im Landkreis während der beiden Ereignisse dankt der Landrat allen Hilfsorganisationen vielmals.

 

Grossansicht in neuem Fenster: HochwasserRiedstrom

 

Dillingen a.d.Donau, 13.06.2013

Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr. 09071/51-138

Drucken