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Projektmitarbeiterin Dr. Amy Neumann-Volmer nimmt an der Verl. des Europäischen St.-Ulrichs-Preises an Nothilfeorg."Ärzte ohne Grenzen e.V." teil

Projektmitarbeiterin Dr. Amy Neumann-Volmer nimmt an der Verleihung des Europäischen St.-Ulrichs-Preises an die Nothilfeorganisation „Ärzte ohne Grenzen e.V.“ teil

 

Mit Freude hat die Europäische St.-Ulrichs-Stiftung die Nachricht aufgenommen, dass neben dem Vorstandsvorsitzenden von „Ärzte ohne Grenzen“, Dr. Volker Westerbarkey, auch Dr. Amy Neumann-Volmer an der Verleihung des Europäischen St.-Ulrichs-Preises am Samstag, 12. Mai 2018, 11:00 Uhr, in der Studienkirche in Dillingen teilnehmen wird. Sie ist seit Mai 2017 Mitglied im Vorstand von „Ärzte ohne Grenzen“ und seit vielen Jahren Projektmitarbeiterin der Nothilfeorganisation. Die Einsatzgebiete von Dr. Amy Neumann-Volmer lagen seit 2007 in Frankreich, der Demokratischen Republik Kongo, Kenia, Syrien, Somalia und Haiti. Beruflich arbeitet sie seit 28 Jahren als Landärztin im süddeutschen Raum.

Dr. Amy Neumann Volmer wurde im Jahr 2016 gemeinsam mit ihrem Mann Klaus Volmer für ihren langjährigen Einsatz für „Ärzte ohne Grenzen e.V.“ mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

"Immer wenn ich für Ärzte ohne Grenzen im Einsatz war, wusste ich wieder, warum ich Medizin studiert habe. Oft kann man mit einfachen Mitteln viel bewirken", erklärt sie. Ärzte ohne Grenzen gehe dorthin, wo die Not am größten sei, so Volmer. Gerade in Zeiten wie diesen sei die Arbeit der weltweiten Organisation, die politisch unabhängig sei, so wichtig. Bundespräsident Joachim Gauck würdigte im Jahr 2016 die ehrenamtliche Arbeit der beiden. "Das Engagement von Amy Françoise Neumann-Volmer und Klaus Volmer ist ein Beispiel für gelebte Humanität. Beide haben bereits in vielen Auslandseinsätzen unter schwierigsten Bedingungen und mit hohen Sicherheitsrisiken medizinische Hilfe geleistet", hieß es zur Begründung für die Auszeichnung mit dem Verdienstorden am Bande, die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Dr. Amy Neumann-VolmerDr. Amy Neumann-Volmer hat der Europäischen St.-Ulrichs-Stiftung in den letzen Tagen über das Berliner Büro von „Ärzte ohne Grenzen“ mitgeteilt, dass sie sich sehr auf die Teilnahme an der Verleihung des Europäischen St.-Ulrichs-Preises freue, die aus ihrer Sicht dazu beitrage, die Menschen, die am dringendsten Hilfe benötigen, nicht nur finanziell zu unterstützen.  

 

„In einer französischen Großfamilie aufgewachsen, habe ich als Schülerin die Gründung von „Ärzte ohne Grenzen“ (deutsche Übersetzung der 1971 in Paris gegründeten Organisation „Médecins Sans Frontières MSF“) in unserer Jugendgruppe diskutiert, kommentiert und mit verfolgt. Das Prinzip der „Témoignage“, also dem Aussprechen von Missständen, dem sich MSF verschrieben hat, begeistert mich seither. Mein Einblick in verschiedene MSF-Projekte in Frankreich, DR Kongo, Kenia, Syrien, Somalia und Haiti hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, dass unsere Patientinnen und Patienten eine laute Stimme und humanitäre Werte mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erhalten“, betont Dr. Amy Neumann-Volmer.

 

Für welches Nothilfe-Projekt der Preisträger das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro einsetzen wird, kann Dr. Volker Westerbarkey noch nicht genau sagen. „In der humanitären Hilfe gilt der Grundsatz, sich immer auf die Menschen zu konzentrieren, die am dringendsten Unterstützung brauchen“, betont Dr. Westerbarkey. Möglicherweise findet das Preisgeld für die Versorgung der zahllosen Rohingya, die aus Myanmar nach Bangladesch geflohen und mit Beginn der Regenzeit von Erdrutschen und Epidemien bedroht sind, Verwendung, für die hunderttausende Vertriebene in der Zentralafrikanischen Republik, die seit Jahren unter extremer Gewalt leiden, oder für die unglaublich teure Behandlung von Patienten mit multiresistenter Tuberkulose in Zentralasien, bei denen die herkömmlichen Medikamente versagen. „Das Preisgeld ermöglicht uns in jedem Fall, auch dort zu helfen, wo Menschen weitab der Weltöffentlichkeit leiden“, sagt Dr. Volker Westerbarkey.

 

 

Dillingen a.d.Donau, 07.05.2018 

Peter Hurler, Pressesprecher 

Tel.Nr. 09071/51-138


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