Covid-19; Änderungen bei der Ermittlung von Kontaktpersonen

Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Dillingen a.d.Donau, die als Kontaktpersonen zu einer Covid-19 infizierten Person zählen, müssen sich künftig auf Änderungen einstellen.

Hintergrund sind die weitgreifenden Lockerungen und die damit einhergehende Zunahme von Kontakten, sodass im Falle einer Covid-19-Infektion auch die Anzahl der zu ermittelnden Personen stark zunehmen wird. Während bisher der überwiegende Teil der Kontaktpersonen innerhalb von ein bis zwei Tagen kontaktiert werden konnte, muss künftig damit gerechnet werden, dass sich dieser Zeitraum verlängern kann.

Im Rahmen der Anpassung an die aktuelle Lage hat das Robert-Koch-Institut zudem seine Empfehlungen zum Vorgehen bei der Ermittlung von Kontaktpersonen geändert. Demnach werden Kontaktsituationen, sofern dies möglich ist, vorab vom Gesundheitsamt einer Risikoeinstufung unterzogen und ein Ermittlungsfokus auf Kontaktsituationen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko gelegt. Die hierunter fallenden Personen werden dann priorisiert ermittelt.

Für Personen, deren Kontakt ein niedriges Risikoprofil hatte, bedeutet dies im Gegenzug, dass sie künftig erst nachrangig ermittelt werden können. Beispielhaft für ein niedrigeres Risiko sind Kontakte im Freien, wenn die Kontaktpersonen vollständig geimpft sind, oder wenn die AHA-Regeln und weitere Schutzmaßnahmen vollumfänglich eingehalten wurden. Ebenso kann es künftig sein, dass das Gesundheitsamt im Falle eines niedrigen Infektionsrisikos die infizierte Person selbst bittet, die erforderlichen Informationen weiter zu geben. Das bedeutet, die infizierte Person informiert alle engen Kontaktpersonen und fordert alle ungeimpften und nicht genesenen Kontaktpersonen auf, sich aktiv beim Gesundheitsamt zu melden. Eine automatische Quarantäneanordnung ist damit aber noch nicht verbunden, da diese nur vom Gesundheitsamt ausgesprochen werden darf.

Im Sinne einer effektiven Infektionseindämmung bittet das Gesundheitsamt weiterhin alle Personen, die wissentlich Kontakt zu einer infizierten Person hatten, auf Symptome zu achten und im Umgang mit anderen Menschen für zwei Wochen adäquate Schutzmaßnahmen zu ergreifen, wie z.B. die Kontakte einzuschränken, das Tragen einer FFP2-Maske und die AHA-L Regeln einzuhalten. Enge Kontaktpersonen, die über einen längeren Zeitraum ungeschützt Kontakt mit einer Covid-19 infizierten Person hatten und nicht geimpft sind, sollten sich selbst beim Gesundheitsamt melden, wenn dieses sie nach drei Tagen noch nicht kontaktiert hat. Im Falle von Ansteckungszeichen und Krankheitssymptomen wird angeraten, sich zu Hause zu isolieren und eine PCR-Testung beim Hausarzt durchführen zu lassen.

 

Dillingen a.d.Donau, 7. Oktober 2021
Peter Hurler, Pressesprecher

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