Flüchtlingsunterbringung; Kreissporthalle Gundelfingen wird für den Vereinssport wieder freigegeben

Intensiv hatte sich das Landratsamt zusammen mit den freiwilligen Hilfsorganisationen bereits Anfang März auf die mögliche Aufnahme von ukrainischen Kriegsflüchtlingen in großer Zahl vorbereitet und zu diesem Zweck die Kreissporthalle in Gundelfingen zum Ankunftszentrum umgerüstet. Entsprechend den Vorgaben der Staatsregierung wurde zu diesem Zeitpunkt davon ausgegangen, dass es notwendig ist, dort eine Notunterkunft für bis zu 200 Personen bereit zu halten. Mehrmals wurde die Ankunft von bis zu 150 Flüchtlingen aus Berlin bzw. Cottbus angekündigt. Allerdings mussten entgegen dieser Ankündigungen tatsächlich nur einmalig 24 Personen in der Kreissporthalle kurzfristig untergebracht werden. Die weitere Ankunft von Flüchtlingen in einer geschlossenen größeren Gruppe in der zunächst angenommenen Größenordnung ist bislang ausgeblieben.

Da der mit der Umrüstung angedachte Zweck der Halle als Ankunftszentrum sich somit nicht erfüllte, hat Landrat Leo Schrell entschieden, das dort eingerichtete Ankunftszentrum aufzulösen und die Halle wieder dem Vereinssport zur Verfügung zu stellen. Nachdem der Rückbau mehrere Tage in Anspruch nimmt, steht das Gebäude ab Montag, 9. Mai, wieder zur Gänze dem Breitensport zur Nutzung offen.

Sollte der Landkreis eine größere Zahl an ukrainischen Staatsbürgern aufnehmen müssen, stehen auch nach dem Rückbau der Kreissporthalle hierfür noch die Räumlichkeiten im Kloster Maria Medingen zur Verfügung. Das dortige Ankunftszentrum hält im „Haus Franziskus“ rund 25 Schlafplätze für Kinder und Erwachsene und zusätzlich in begrenzter Anzahl Schlafmöglichkeiten in Babybetten bereit. Im zweiten Obergeschoss des Haupttraktes der Klosteranlage stehen zudem Unterbringungsmöglichkeiten für weitere 45 Personen (Erwachsene und Kinder) zur Verfügung. Auch dort könnten in begrenzter Anzahl noch Schlafmöglichkeiten in Babybetten geschaffen werden. Neben diesen Kapazitäten stehen auch angemietete Räumlichkeiten in der ehemaligen Landwirtschaftsschule in Lauingen für eine vorrübergehende Unterbringung von bis zu 30 Personen zur Verfügung.

Das Landratsamt ist weiterhin intensiv auf der Suche nach Wohnungen, um eine dezentrale Unterbringung der weiterhin im Landkreis ankommenden Ukraine-Flüchtlinge gewährleisten zu können. Daher werden alle Haus- und Wohnungseigentümer/innen, die ihre Immobilie vermieten möchten, gebeten zu prüfen, ob dem Landratsamt freie Kapazitäten in privaten Unterkünften zur Verfügung gestellt werden können. Diese können auf der Homepage des Landkreises https://www.landkreis-dillingen.de/informationen-zum-ukraine-konflikt unter der Rubrik „Unterkünfte“ angeboten werden.

Landratsamt Dillingen a.d.Donau, 03.05.2022
Peter Hurler, Pressesprecher

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