Förderzusage des Freistaates Bayern für die Geburtshilfe am Krankenhaus St. Elisabeth in Dillingen a.d.Donau  

Das siebte Mal in Folge hat der Landkreis Dillingen a.d.Donau zum Ausgleich des Defizits der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus St. Elisabeth in Dillingen vom Freistaat Bayern eine Förderzusage bekommen. Die Zuwendung in Höhe von 947.422,31 Euro wird durch die Regierung von Oberfranken mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention bereitgestellt.

Landrat Markus Müller freut sich über die erneute Förderzusage. „Die Zuwendung leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der gynäkologischen und geburtshilflichen Versorgung im Landkreis Dillingen a.d.Donau und damit zum Fortbestand der Kreiskliniken insgesamt,“ so der Landrat.

Ziel dieser Förderung des Freistaates Bayern ist die Sicherung kleinerer Geburtshilfeabteilungen im ländlichen Raum. Mit dieser Säule des Geburtshilfeprogramms werden Landkreise und kreisfreie Städte im ländlichen Raum finanziell unterstützt und die Defizite kleinerer Geburtshilfestationen ausgleichen. Der Freistaat übernimmt dabei im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel bis zu 85 Prozent des auf die Geburtshilfe entfallenen Defizits – maximal jedoch 1 Million Euro je Haus. Da die Zuwendungssumme aller im Freistaat Bayern gestellten Anträge die für diesen Zweck für das Zuwendungsjahr 2025 zugeteilten Haushaltsmittel übersteigen, wurde die bewilligte Zuwendung aufgrund einer festgelegten Quote von 94,74 % von 1 Million Euro auf 947.422,31 Euro gekürzt.

Fördervoraussetzungen sind u.a.: Nur Kliniken mit mindestens 300 und höchstens 800 Geburten im Jahr können die Förderung beantragen. Für Kliniken mit einer vergleichsweise geringen Geburtenzahl ist es nicht möglich, eine leistungsfähige Geburtshilfeabteilung mit einem entsprechenden medizinischen Angebot ohne Defizit zu führen. Deshalb leistet das Förderprogramm einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung einer wohnortnahen Geburtshilfe, insbesondere in den ländlichen Regionen.

Zudem muss mindestens die Hälfte aller Neugeborenen im Landkreis in dieser Klinik zur Welt kommen. Dieses Kriterium wurde im Jahr 2024 leider nicht erfüllt, da von insgesamt 857 Geburten im Landkreis lediglich 390 Kinder in der Kreisklinik in Dillingen a.d.Donau zur Welt kamen. Da diese Voraussetzung aber im Jahr 2023 erfüllt wurde, ist die niedrigere Geburtenzahl in 2024 gemäß der Richtlinie zur Förderung der Geburtshilfe in Bayern unschädlich, so dass, wie der Landrat zufrieden feststellt, der Förderantrag auch für das Jahr 2025 wieder gestellt und die Förderung bewilligt werden konnte.

Die Klinik für Frauengesundheit mit dem Schwerpunkt der Gynäkologie und Geburtshilfe an der Kreisklinik Dillingen a.d.Donau setzt, wie der Landrat betont, bei ihrer täglichen Arbeit wichtige Akzente für Frauen, werdende Mütter und Väter. Das Team, bestehend aus Ärzten, Hebammen und (Kinder-) Krankenschwestern, hat die Mission, mit Vertrauen, Privatsphäre und Ruhe eine optimale Geburtsatmosphäre zu schaffen sowie rund um die Uhr mit Herz und Kompetenz für die werdenden Mütter da zu sein. Im Bereich der Geburtshilfe gilt die Maxime sanft & sicher, d.h. hier wird gemeinsam durch das qualifizierte Ärzteteam, kompetente Pflegekräfte und erfahrene freiberufliche Hebammen in der Schwangerschaft sowie während und nach der Geburt umfassend betreut.

Mehr Infos zum Leistungsspektrum der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe an der Kreisklinik Dillingen a.d.Donau sind auch unter https://www.khdw.de/medizin-und-pflege/gynaekologie-und-geburtshilfe zu finden.