Regionalmanagement - Förderphase vom 01.10.2025 bis 30.09.2028
Zur Vorbereitung der vierten Förderphase des Regionalmanagements vom 01.10.2025 bis 30.09.2028 hat das Regionalmanagement im September 2025 einen Antrag im Rahmen der Förderrichtlinie Landesentwicklung (FöRLa) beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) eingereicht. In den kommenden drei Jahren werden folgende Handlungsfelder und Projekte bearbeitet:
Handlungsfeld Siedlungsentwicklung: Resilienter und sicherer Landkreis Dillingen a.d.Donau – Bevölkerungsschutz für alle Wetterlagen
Teilprojekt 1: Digitale Check-Tools und Checkliste zur Hochwasservorsorge
- Ziel ist es, der Bevölkerung im Landkreis praxisnahe und niedrigschwellige Instrumente zur Verfügung zu stellen, mit denen individuelle Risiken im Bereich Hochwasser- und Starkregenvorsorge eingeschätzt und entsprechende Schutzmaßnahmen umgesetzt werden können. Die Tools sollen digital über eine Onlineplattform verfügbar gemacht und durch analoge Checklisten ergänzt werden. Damit wird die Eigenverantwortung gestärkt und der Zugang zu Selbstschutzmaßnahmen erleichtert.
Teilprojekt 2: Bildung und Sensibilisierung zu Naturgefahren an Schulen
- Dieses Modul zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche frühzeitig mit dem Thema Klimafolgen und Naturgefahren vertraut zu machen. Durch schulische Aktionswochen, didaktisch aufbereitete Unterrichtsmaterialien und interaktive Formate sollen junge Menschen zum reflektierten und handlungsfähigen Umgang mit Extremwetterereignissen befähigt werden. Das Thema Bevölkerungsschutz wird somit als Teil schulischer Bildungsarbeit verankert.
Teilprojekt 3: Kommunale Fachtagungen in Risikogebieten
- In besonders hochwassergefährdeten Gebieten des Landkreises werden vertiefende Informationsformate für Bürgerinnen und Bürger angeboten. Die Fachtagungen widmen sich einzelnen Schwerpunkten, wie zum Beispiel der Gebäudesicherung, Fördermöglichkeiten oder Versicherungsschutz. Diese sollen den Teilnehmenden ermöglichen, gezielte Schutzmaßnahmen selbstständig zu planen und umzusetzen. Gleichzeitig stärken die Veranstaltungen die kommunale Einbindung in bestehende Fach- und Unterstützungsstrukturen.
Teilprojekt 4: Kommunale Hitzeschutzvorsorge
- Dieses Teilprojekt verfolgt das Ziel, ein strukturiertes und modular anwendbares Unterstützungsangebot für Kommunen im Bereich Hitzeschutz zu entwickeln. Das Regionalmanagement erarbeitet konzeptionelle Grundlagen, Handreichungen, Kommunikationsbausteine sowie Empfehlungen für lokale Maßnahmen wie Cool-Spots, Refill-Stationen oder Hitzeaktionskarten. Die Umsetzung dieser Maßnahmen bleibt bewusst in der kommunalen Verantwortung; das Projekt schafft jedoch Orientierung, Transparenz und Koordination.
Handlungsfeld Wettbewerbsfähigkeit: Digitalisierung gemeinsam voranbringen – Netzwerk Digitalisierung im Landkreis Dillingen!
Teilprojekt 1: Roundtable Intermediäre
- Zentrales Element dieses Teilprojekts ist die Einführung eines institutionalisierten Abstimmungsformats unter dem Titel „Roundtable Intermediäre“. Diese mindestens einmal jährlich stattfindenden Treffen bringen zentrale Akteure der regionalen Digitalisierungslandschaft dauerhaft zusammen. Darunter die IHK Schwaben, Kreishandwerkerschaft Nordschwaben, Technologie Centrum Westbayern (TCW) sowie die Wirtschaftsförderung des Landkreises. Ziel der Treffen ist es, vorhandene Aktivitäten und Angebote strategisch aufeinander abzustimmen, Lücken zu identifizieren, gemeinsame Formate zu entwickeln und bestehende Unterstützungsleistungen sichtbarer zu machen. Zur inhaltlichen Verstärkung dieses Netzwerks wird eine digitale Förderplattform eingerichtet.
Teilprojekt 2: Innovationsnetzwerk Digitalisierung
- Dieses Teilprojekt verfolgt das Ziel, eine dauerhaft tragfähige Plattform für den unternehmerischen Austausch zur digitalen Transformation zu schaffen. Anders als bisherige Einzelveranstaltungen wird ein kontinuierlich wachsendes Innovationsnetzwerk etabliert, das auf thematisch fokussierten, praxisnahen Formaten basiert. Im Mittelpunkt steht der offene Austausch zwischen Unternehmern, Lösungsanbietern, Technologiepartnern und Experten auf Augenhöhe. Die Netzwerkaktivitäten werden in enger Zusammenarbeit mit dem Bund der Selbstständigen, den Wirtschaftsjunioren Donau-Ries/Dillingen und der Wirtschaftsförderung des Landkreises koordiniert.
Handlungsfeld Regionale Identität: Ehrenamt verbindet – Gemeinsam für unsere Region
Teilprojekt 1: Zentrale Anlaufstelle für Ehrenamtliche und Vereine
- Ziel des Teilprojekts ist der Aufbau einer dauerhaften, niedrigschwelligen und fachlich fundierten Anlaufstelle, die Vereine und Ehrenamtliche im Landkreis Dillingen in allen organisatorischen, rechtlichen und strukturellen Fragen unterstützt. Die Anlaufstelle soll nicht nur allgemeine Erstberatung leisten, sondern gezielt Beratungslücken schließen, die durch bestehende überregionale und landesweite Unterstützungsangebote wie der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) oder der Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern nicht abgedeckt werden.
Teilprojekt 2: Heimat im Archiv – Geschichte sichtbar machen
- Dieses Projekt zielt darauf ab, lokale Archive, Sammlungen und Geschichtsinitiativen aus dem Schattendasein zu holen und ihre gesellschaftliche Bedeutung zu stärken. Fachveranstaltungen und praxisorientierte Workshops sollen Fachwissen vermitteln, das kulturelle Erbe der Region zugänglich machen und ehrenamtlich Engagierte in der Archivarbeit professionalisieren.
Teilprojekt 3: Raum- und Technikdatenbank
- Ziel ist die Entwicklung einer öffentlich zugänglichen Datenbank, die es Vereinen und Kulturschaffenden ermöglicht, Veranstaltungsräume und technisches Equipment unkompliziert zu recherchieren. Damit werden organisatorische Hürden abgebaut und vorhandene Ressourcen im Landkreis effizient nutzbar gemacht.
Teilprojekt 4: Schule trifft Ehrenamt
- Dieses Teilprojekt setzt auf frühzeitige Ansprache und aktive Beteiligung junger Menschen im Ehrenamt. Durch Projekttage an Schulen, die Vorstellung von Jugendleiter-Ausbildungen und jugendgerechte Kommunikation wird ein nachhaltiger Zugang zur Zielgruppe geschaffen. Ziel ist es, Jugendliche in Kontakt mit Ehrenamtlichen zu bringen und für ehrenamtliches Engagement zu gewinnen und dauerhaft zu binden.
Teilprojekt 5: Kulturkalender-App
- Mit der Entwicklung einer benutzerfreundlichen App wird der bestehende digitale Kulturkalender modernisiert und zur zentralen Plattform für regionale Kulturarbeit, Vereinsinformationen, Beratungsangebote und Mitmachmöglichkeiten ausgebaut. Ziel ist es, die digitale Sichtbarkeit ehrenamtlicher Aktivitäten zu erhöhen, Synergien zu schaffen und eine flexible Nutzung durch verschiedene Zielgruppen zu ermöglichen.





