Landkreis Dillingen a.d.Donau ehrt Landrat a. D. Leo Schrell mit der Ehrenbezeichnung „Altlandrat“ und mit der Verleihung der höchsten Auszeichnung des Landkreises
Landratsamt DillingenDas jahrzehntelange kommunalpolitische Wirken von Landrat a. D. Leo Schrell hat der Landkreis Dillingen a.d.Donau nun in zweifacher Weise gewürdigt. So wurde Schrell aufgrund eines einstimmigen Beschlusses des Kreistages für seine 18-jährige Amtszeit als Landrat die Ehrenbezeichnung „Altlandrat“ verliehen. In der Nachfolge von Dr. Anton Dietrich trat Schrell im Juli 2004 das Amt des Landrats an und war zuvor von 1990 bis 2004 Bürgermeister der Gemeinde Buttenwiesen und Mitglied des Kreistages. Schrell stellte in diesen 32 Jahren stets das Wohl der Menschen und die zunftsfähige Entwicklung seiner Heimat in den Mittepunkt seines Handelns. Dafür ehrte ihn der Landkreis nun mit der höchsten Auszeichnung, dem Ehrenring in Gold.
Landrat Markus Müller betonte bei einer kleinen Feierstunde in Anwesenheit der Stellvertretenden Landräte sowie der Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, dass Leo Schrell sein Handeln unter das Motto „Wirtschaftlich stark, ökologisch wertvoll, menschlich angenehm“ gestellt habe. Dabei habe sein persönlicher Leitspruch gelautet: Man muss die Menschen mögen. So sei es Schrell gelungen, sich in einem konstruktiven Miteinander mit dem Kreistag den Herausforderungen der Zeit zu stellen und viele nachhaltige Projekt in Angriff zu nehmen.
Die Energiewende, die Stärkung der Bildungseinrichtungen und das Gesundheitswesen waren dabei wesentliche Politikfelder in Schrells Amtszeit, so Müller. So trieb Schrell die Umstellung der Heizungsanlagen der Kreiseinrichtungen voran, um angesichts geopolitisch unsicheren Lagen Wertschöpfung vor Ort zu schaffen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Millioneninvestitionen in Neubau- und Sanierungsprojekte im Bildungsbereich prägen zudem Schrells Amtszeit. Müller nannte die beiden Berufsschulen in Lauingen und Höchstädt, die Gründung des Kommunalunternehmens, das die beiden Schülerwohnheime betreibt, sowie das Johann-Michael-Sailer-Gymnasium. „Kontroversen Diskussionen, die sich in der Politik nicht vermeiden ließen“, so Müller, „musste sich auch Leo Schrell stellen, vor allem beim Dauerthema Gesundheitswesen“. Dabei widersetzte sich Schrell bereits zu Beginn seiner Amtszeit in einer intensiven Diskussion einer möglichen Privatisierung. Schrell blieb damals, wie in seiner gesamten Amtszeit, seiner Überzeugung treu, dass der Betrieb der beiden Krankenhäuser im Landkreis als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge in kommunaler Trägerschaft bleiben müsse.
Als tragende Säule eines funktionierenden Gemeinwesens bezeichnete Schrell stets das herausragende ehrenamtliche Wirken vieler Menschen im Landkreis in Vereinen, sozialen, caritativen und kirchlichen Einrichtungen sowohl in den Hilfsorganisationen. Auch hob Müller Schrells unverändertes Engagement als Vorsitzender des Regionalentwicklungsvereins Donautal-Aktiv hervor. So habe sich der Landkreis als attraktive Naherholungsregion insbesondere für Radfahrer und Wanderer zwischenzeitlich etabliert.
Leo Schrell dankte der Runde und dem gesamten Kreistag für die Auszeichnungen. Ihm sei die hohe Bedeutung der Ehrung bewusst, nachdem diese seit 1978 lediglich 23 Mal verliehen worden sei. „Basis des Erfolgs in der Kommunalpolitik ist Teamarbeit“, sagte Leo Schrell und dankte seinerseits für das vertrauensvolle und konstruktive Miteinander im Kreistag während seiner 18-jährigen Amtszeit sowie das Vertrauen, das er in der Verwaltung genossen habe. Er wünschte dem neuen Kreistag für die nächsten sechs Jahre viel Erfolg. Mit Blick auf das bekannte Sprichwort „Nichts ist beständiger als der Wandel“ zeigte sich Schrell überzeugt, dass es wichtig sei, für Veränderungen bereit zu sein, Aufgaben und Herausforderungen mit Optimismus anzugehen sowie Diskussionen und Debatten faktenbasiert zu führen.





